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Sicherheitslücke bei alten SIM-Karten

Pressemeldung von: Communication Consultants GmbH Engel & Heinz - 09.08.2013 11:12 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

Eine halbe Milliarde SIM-Karten weltweit sind leicht zu knacken / Veraltete Verschlüsselung ist schuld / Größte Update-Welle der deutschen Mobilfunkgeschichte
Sicherheitslücke bei alten SIM-Karten
COMPUTER BILD ist die auflagenstärkste deutsche Computerzeitschrift.
Die Sicherheits-Spezialisten der UNO sind besorgt und die internationale Fernmeldeunion ITU hat inzwischen die Mobilfunkbetreiber alarmiert. Denn eine halbe Milliarde SIM-Karten weltweit lassen sich leicht knacken. COMPUTER BILD erklärt, was dahinter steckt und ob auch Deutschland betroffen ist (Heft 18/2013, am Samstag im Handel erhältlich).

Eine einzige SMS reicht und schon können Angreifer jedes achte Handy rund um den Globus kapern, Schadprogramme einschleusen, Gespräche abhören, mit teuren Premium-Diensten Kosten verursachen oder die Nummer für eigene Anrufe verwenden.

Der Grund für die Sicherheitslücke ist einfach: Die Mobilfunkprovider haben gespart und die SIM-Karten mit dem uralten Verschlüsselungsstandard DES aus den 1970er-Jahren geschützt. Den zu knacken ist relativ einfach. Dem Sicherheitsexperten Karsten Nohl ist das gelungen und er warnt: "Kriminelle werden sicher nicht lange warten, sich SIM-Hacking zunutze zu machen."

Die deutschen Mobilfunkanbieter geben jedoch weitgehend Entwarnung: Neue Karten aus den letzten Jahren verwenden die im Jahr 2000 eingeführte Verschlüsselung AES. Telekom, O2 und E-Plus erklärten gegenüber COMPUTER BILD, dass keine ihrer Karten anfällig für die Sicherheitslücke sei. Sehr alte SIM-Karten von Vodafone aus der Zeit vor dem UMTS-Start im Jahr 2004 waren dagegen noch nicht ausreichend geschützt. Der Anbieter hat jedoch schnell reagiert: Per Fern-Update bringt Vodafone die SIM-Karten auf den neuesten Stand. Die Kunden merken nichts davon. Es reicht, die Handys einzuschalten und im Netz einzubuchen. "Die größte Update-Welle der deutschen Mobilfunknetz-Geschichte", bemerkt Nohl und beruhigt: "In den wenigen Monaten, die die Datendiebe wohl noch brauchen, werden zumindest in Deutschland die Schwachstellen hoffentlich fast komplett geschlossen sein."

Sicherheit geht vor: COMPUTER BILD empfiehlt deswegen, die Handyrechnungen genau zu kontrollieren und beim Anbieter Dienste wie Premium-SMS zu sperren. Außerdem sollten die Nutzer ältere SIM-Karten gegen neue austauschen - diese sind deutlich sicherer.

Weitere Sicherheitsthemen unter: www.computerbild.de/sicherheitscenter

Bildrechte: COMPUTER BILD

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70565 Stuttgart
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Telefon: +49 (711) 978 93-35
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