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Ausgekugelte Schulter - Nur eine OP verhindert Folgeschäden

Pressemeldung von: Berufsverband für Arthroskopie - 16.10.2019 13:29 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

BVASK warnt vor Risiko bei nicht-operativer Behandlung

Ausgekugelte Schulter - Nur eine OP verhindert Folgeschäden
Eine Schulterverrenkung, die zu einem Auskugeln der Schulter führt, ist ein sehr schmerzhaftes Ereignis. Häufig muss die Schulter durch einen Arzt erst wieder in das Gelenk eingerenkt werden. Ein solcher Unfall ist für die Schulter eine schlimme Verletzung. Es zerreißen Bänder und Kapselgewebe. Trotzdem wird häufig dazu geraten, den Arm zunächst in einer Schlinge ruhig zu stellen und durch eine nicht-operative Behandlung das Ergebnis abzuwarten. Der BVASK warnt: Je jünger und je aktiver ein Patient ist, desto höher ist jedoch das Risiko, dass die Schulter instabil bleibt und erneut auskugelt. Manchmal sogar bei alltäglichen Bewegungen. Zwei neue Studien bestätigen das.

Lange Zeit wurde übersehen, dass es beim Auskugeln zu kleinen Knochenbrüchen an der Gelenkpfanne und am Oberarm kommt. Wenn diese Knochenbrüche nicht repariert werden, baut der Körper die abgerissenen Knochenstücke mit der Zeit ab. Hierdurch verliert die Schulter zunehmend ihre knöcherne Führung und bleibt instabil. Zwei aktuelle Studien haben unabhängig voneinander gezeigt, dass solche Knochenveränderungen zunehmen und bei nahezu allen Patienten zu finden sind, die ein zweites Mal eine Schulterverrenkung erleben.

"Der häufig zu hörende ärztliche Rat zu einer nicht-operativen Behandlung birgt für den Patienten also ein großes Risiko. Denn eine Operation zur Stabilisierung der Schulter ist wesentlich aufwändiger, wenn die Knochenschäden zugenommen haben", erklärt Dr. Müller-Rath, 1. Vorsitzender des BVASK. "Häufig muss dann Knochen transplantiert werden. Solche Operationen sind schwierig und risikoreich. Dies lässt sich jedoch vermeiden, wenn schon nach der ersten Verrenkung der Gewebeschaden in einer Operation repariert wird. Damit sinkt das Risiko einer zweiten Verrenkung mit zunehmenden Knochenschäden."

Die Operation kann heutzutage minimal-invasiv durch arthroskopische Technik erfolgen. Bei dieser Technik wird eine Kameraoptik in das Gelenk eingeführt und die zerstörten Gewebe mit Spezialinstrumenten unter optimaler Sicht repariert. Die sehr kleinen Hautschnitte vermindern zusätzlich das Risiko einer Infektion. Die schonende Technik verringert die mit der Operation verbundenen Schmerzen.
Studie 1 (https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0363546518819471)
Studie 2 (https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0363546519831286)

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