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RLP-Wahl: SPD-Absturz in BW und Potsdam-Skandal um schwerbehindertes Kind

Pressemeldung von: Neue Rheinische Zeitung - 09.03.2026 15:14 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.



RLP-Wahl: SPD-Absturz in BW und Potsdam-Skandal um schwerbehindertes Kind
Wenn am 22.März2026 in Rheinland-Pfalz der 19.Landtag gewählt wird, erleben wir ein politisches Klima, das für die Sozialdemokraten explosiv ist. Die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), die das Bundesland seit 1991 ununterbrochen regiert, könnte den bitteren Verlust der Macht zu spüren bekommen - und das hat Gründe vom Bundesland Baden-Württemberg über das Bundesland Brandenburg bis hin zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Eine aktuelle Umfrage sieht die CDU mit 28Prozent knapp vor der SPD mit 27 Prozent; gleichzeitig liegt die AfD bei satten 19Prozent, während Grüne, Linke und Freie Wähler jeweils um die Fünf-Prozent-Marke kämpfen.

Ein Blick auf die Mitgliederzahlen verrät den ernsten Zustand der Sozialdemokraten: Ende2026 zählte der Landesverband nur noch rund 27000 Mitglieder - ein Rückgang um 1000 innerhalb eines Jahres. Nach dem Rücktritt von Malu Dreyer (65, SPD) hat es ihr Nachfolger Alexander Schweitzer (52, SPD) bisher nicht geschafft, aus ihrem langen Schatten zu treten. Seit über drei Jahrzehnten stellt die SPD den Ministerpräsidenten, doch sie wirkt müde und ausgelaugt. Sollte Schweitzers Partei scheitern, wäre das nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch ein schwerer Schlag für die angeschlagene Bundespartei.

5,5Prozent für die SPD in Baden-Württemberg ein Warnsignal?
Das von Bürgerinnen und Bürgern als "erbärmlicher SPD-Absturz zur Landtagswahl in Baden-Württemberg" abgekanzelte 5,5-Prozent-Ergebnis ist nicht nur eine schallende Ohrfeige, sondern ein Schlag in die Magengrube sowie eine historische Zäsur. Politikwissenschaftler sprechen bereits von einer existenziellen Krise: In Ostdeutschland pendeln die SPD-Umfragewerte nur noch zwischen sechs und acht Prozent, mit der Gefahr, dass die einstige Volkspartei bei kommenden Landtagswahlen aus den ostdeutschen Landtagen fliegt. Die Niederlage im reichen Musterländle Baden-Württemberg sollte den Genossen in Mainz ein Menetekel sein.

Bürgerinnen und Bürger fragen sich daher: Wenn die SPD in einer ihrer traditionellen Hochburgen so tief abstürzt, was hält sie dann noch in Rheinland-Pfalz an der Macht - und warum?

Skandal um schwerbehindertes Kind in Potsdam und die SPD
Die Antwort lautet: Ja, es gibt Gründe. Die Misere der SPD hat viele Facetten, doch der jüngste Skandal aus dem Bundesland Brandenburg verleiht ihr eine besonders bittere Note. In Potsdam wartet die zweijährige Heidrun, schwerstbehindert durch einen KBG-Gen-Defekt, seit über einem Jahr auf einen Platz in einer integrativen Kindertagesstätte mit individueller Assistenz. Obwohl die zuständige Behörde den Bedarf anerkannt hat, verweigert die Stadt Potsdam unter Führung der neuen Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (50, parteilos) dem Kind den Platz. Die Eltern mussten Dienstaufsichtsbeschwerden und Strafanzeigen erheben. Das Eilrechtsverfahren um den Kita-Platz mit Einzelfallhelfer für de kleine Heidrun, vor dem Verwaltungsgericht Potsdam, unter Leitung seiner Präsidentin Ariane Holle dauert seit Monaten an, und derzeit scheint es, als wolle das Verwaltungsgericht den Fall an das Sozialgericht Potsdam abschieben. Derzeit ist der Fall der schwerstbehinderten Heidrun in etlichen Schreiben (Anm. der Red.: Nachweise der Einschreiben an Dr. Grimm liegen vor) bis zum Minister der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg, Dr. Benjamin Grimm (42, SPD), vorgedrungen.

Strukturversagen in Potsdam und der SPD in Brandenburg?
Bereits 2021 hatte Potsdam einem anderen schwerbehinderten Kind über 18Monate lang keinen Behindertenfahrdienst gewährt und erst nach 573Tagen reagiert ( https://digital-magazin.de/kein-behindertenfahrdienst-fuer-schwerbehindertes-kind-in-potsdam ). Verantwortlich waren damals der bereits von den Bürgern Potsdams vorzeitig abgewählte ehemalige SPD-Oberbürgermeister Mike Schubert (53) und der bis heute amtierende Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD). Sie ließen die Familie warten, trotz ärztlicher Gutachten, und verzögerten die Anschaffung eines medizinischen Kindersitzes. Dieses strukturelle Versagen in Potsdam und dem SPD-geführten Bundesland Brandenburg, wirft ein grelles Licht auf die Glaubwürdigkeit einer Partei, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen schreibt.

SPD: Dreiklang aus Ignoranz, Überheblichkeit und Machtverlust?
Was hat der Skandal in Potsdam mit der Wahl in Rheinland-Pfalz zu tun? Mehr, als viele denken. Er offenbart ein Muster: Die SPD regiert, aber sie regiert schlecht. Anstatt den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen, erstickt sie in Bürokratie und Selbstgefälligkeit. Der Fall Heidrun ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer verrotteten Verwaltungskultur, die unter sozialdemokratischer Verantwortung gedieh und nun auch von einer parteilosen Oberbürgermeisterin fortgeführt wird. In Baden-Württemberg sahen die Wählerinnen und Wähler solche Skandale und wandten sich ab. In Rheinland-Pfalz könnte es ähnlich laufen.

Der Rückgang der SPD-Mitgliedszahlen zeigt, dass selbst die eigene Basis das Vertrauen verliert. Während Ministerpräsident Schweitzer im Wahlkampf lieber auf Harmonie setzt und die CDU lobt, brodelt die Wut der Bürger über hohe Preise, Wohnungsnot und bürokratische Hemmnisse. Die SPD verspricht seit Jahren, für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen, und lässt gleichzeitig im Bundesland Brandenburg ein schwerstbehindertes Kind im Stich. Dieses Missverhältnis zerstört den moralischen Anspruch der Partei, als "Volkspartei".

Was für die SPD in Rheinland-Pfalz am 22. März auf dem Spiel steht?
Die Wahl am 22.März ist mehr als ein regionales Ereignis. Sie ist ein Stimmungsbarometer für die gesamte Republik. Fällt die SPD in ihrem letzten westdeutschen Stammland, droht ihr der Absturz in die politische Bedeutungslosigkeit. Schon jetzt liegt die AfD bei fast 20Prozent. Die Grünen hoffen trotz Mitgliederzuwachs nur auf den Wiedereinzug, die FDP bangt ums Überleben. Die SPD kann die Quittung für ihren Umgang mit den Schwächsten und für ihre Arroganz erhalten.

Für die NEUE RHEINISCHE ZEITUNG ist dieser Wahlkampf daher eine Mahnung: Wer das Volk missachtet und die Schwächsten außen vorlässt, könnte dafür an der Wahlurne vom Bürger zur Rechenschaft gezogen werden. Die Sozialdemokratie steht vor der Entscheidung zwischen Ehrlichkeit und weiterem Absturz. Rheinland-Pfalz sollte aufmerksam nach Potsdam und Baden-Württemberg blicken. Dort zeigt sich, wohin Ignoranz führt.

NEUE RHEINISCHE ZEITUNG: https://www.NeueRheinischeZeitung.de/Politik/642007-rlp-wahl-spd-absturz-in-bw-und-potsdam-skandal-um-schwerbehindertes-kind.html

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Vor 177 Jahren (Stand: 01. November 2025), wurde die deutsche Tageszeitung "Neue Rheinische Zeitung" ("NRZ") gegründet und erschien erstmals am 01.06.1848 in Köln (im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen, NRW, Bundesrepublik Deutschland). Herausgegeben und geleitet wurde die "Neue Rheinische Zeitung" von Karl Marx (1818-1883), einem der einflussreichsten Philosophen, Ökonomen und politischen Theoretiker seiner Zeit. Neben Marx schrieben auch Friedrich Engels (1820-1895) sowie der Publizist Wilhelm Wolff (1809-1864) für die "Neue Rheinische Zeitung". Historisch betrachtet entstand die "Neue Rheinische Zeitung" im Kontext der Revolution von 1848/49, einer Zeit politischer und gesellschaftlicher Umbrüche in Deutschland und Europa. Durch ihre Geschichte gilt "Neue Rheinische Zeitung" als wichtiger Meilenstein der politischen Presse und als eines der bedeutendsten Sprachrohre für demokratische und republikanische Ideen im 19. Jahrhundert. Die "Neue Rheinische Zeitung", erscheint in der Neuauflage rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und in sechs Sprachen. Damit knüpft sie an ihren historischen Anspruch an, politische Entwicklungen kritisch zu beleuchten und gesellschaftliche Debatten zu fördern. Neben einer breiten Berichterstattung über nationale und internationale Themen bleibt sie ihrer Tradition als seriöse deutsche Tageszeitung verpflichtet, indem sie gründlich recherchierte Beiträge und fundierte Analysen bietet. Mit ihrer langen Geschichte, die aufs Engste mit den Ideen und Werken von Karl Marx und Friedrich Engels verbunden ist, steht die "Neue Rheinische Zeitung" auch in der Neuauflage gleichermaßen für ein Stück revolutionärer Pressegeschichte und für das Streben nach unabhängiger, klarer Berichterstattung.

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