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Seehofer-Pläne zur Seenotrettung: Wichtiges Zeichen für europäische Migrationspolitik

Pressemeldung von: Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart - 20.09.2019 11:56 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

"Aufnahme der geretteten Menschen ist humanitäre Selbstverständlichkeit"

Stuttgart, 20. September - Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach begrüßt das Vorhaben von Innenminister Horst Seehofer (CSU), in Zukunft 25 Prozent der aus dem Mittelmeer aus Seenot geretteten Menschen zu übernehmen. Seehofers Vorstoß sieht Merkelbach als ersten und zielführenden Schritt, um die Migrationspolitik in Europa zu regeln. "Wir brauchen eine breitere Solidarität auf europäischer Ebene und verlässliche Absprachen, was jeder europäische Staat zur Rettung der Menschen beitragen will." Der Caritasdirektor rief heute in Stuttgart dazu auf, klar Farbe für Menschlichkeit zu bekennen und die aus Seenot geretteten Menschen offen aufzunehmen. "Staat und Gesellschaft können die Aufnahme dieser Menschen gut leisten, wenn wir den Geflüchteten mit entsprechender Haltung gegenüberstehen", so der Caritasdirektor.

Merkelbach betonte, dass nach wir vor Tag für Tag vier Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. "Wir wünschen uns ein Ende der unsäglichen und zynischen Diskussion, ob Menschen aus Seenot gerettet werden sollen. Diese Menschen aufzunehmen, muss eine humanitäre Selbstverständlichkeit sein. Hysterie und Kritik an Seehofers Haltung, die jetzt wieder ritualhaft aus einschlägigen Kreisen anklingt, führen in der Sache nicht weiter." Gefragt seien vielmehr Vorschläge, wie legale Wege der Asylsuche und Migration in Europa aussehen können. Gerade das Fehlen von legalen Wegen treibe die Menschen in die Hände von Schleppern.

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Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
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Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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