Der Parmigiano Reggiano DOP stand im Mittelpunkt der kulinarischen Tour im Rahmen des Projekts "Think Milk, Taste Europe, Be Smart"
Vor wenigen Tagen ging die Food-Tour zu Ende, an der eine Gruppe von Gastronomen, Importeuren und Händlern aus Deutschland teilnahm. Sie waren eingeladen worden, die genossenschaftlich organisierten Molkereibetriebe kennenzulernen, die die Region Emilia-Romagna zu einem der wichtigsten und modernsten Produktionszentren für Milch und Käse in Europa machen.
Die Initiative wurde im Rahmen des europäischen Projekts "Think Milk, Taste Europe, Be Smart" organisiert, das vom Milch- und Käsesektor der Alleanza delle Cooperative Italiane gefördert, von Confcooperative umgesetzt und von der Europäischen Kommission kofinanziert wird. Auf dem Programm standen zahlreiche Betriebsbesichtigungen und Verkostungen, deren Ziel es war, die Produktionsprozesse sowie die Eigenschaften und Werte der milchwirtschaftlichen Traditionen dieser Region zu vermitteln.
Die Veranstaltung fand vom 10. bis 12. März statt und begann in der Stadt Reggio Emilia, wo das Consorzio del Parmigiano Reggiano seinen Sitz hat: Generaldirektor Riccardo Deserti schilderte die tausendjährige Geschichte eines der bekanntesten g.U.-Käse der Welt, bei dem die handwerkliche Kunst der traditionellen Käseproduktion auf die Einzigartigkeit eines Gebiets trifft, das von weiten Ebenen über sanfte Hügel bis hin zu steilen Bergen reicht.
Bei der zweiten Etappe der Tour stand die Entdeckung des Parmigiano Reggiano "Prodotto di Montagna" im Mittelpunkt. Bei der Besichtigung der Käserei Caseificio Cavola 993, einer Genossenschaft am Fuße des Nationalparks des Toskanisch-Emilianischen Apennins, konnten die Besucher eine Produktions- und Wertschöpfungskette kennenlernen, die sich auf etwa 900 Metern Höhe in einer Landschaft erstreckt, in der ausschließlich natürliche Futtermittel von Weiden und Wiesen ohne Einsatz von Chemie verwendet werden und bei der das Tierwohl an erster Stelle steht.
In Bologna wurden die deutschen Teilnehmer im Hauptsitz von Granarolo empfangen, einem der wichtigsten Unternehmen der Milchwirtschaft, das direkt von genossenschaftlich organisierten Erzeugern getragen wird. Während einer Führung und einer Verkostung der wichtigsten Milchprodukte wurden sowohl bereits umgesetzte Projekte als auch neue Ideen von Granarolo im Bereich der Produktionsinnovation vorgestellt.
Die Tour endete mit einem Besuch der Bio-Käserei Sant"Anna, die sich für die strengen Auflagen der biologischen Produktions- und Lieferkette entschieden hat, um einen biologischen Parmigiano Reggiano g.U. herzustellen. Der Wunsch nach einer neuen und nachhaltigen Art der Produktion und Wertschöpfung entlang der gesamten Lieferkette für biologischen Parmigiano Reggiano hat die Genossenschaft dazu veranlasst, in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungszentren ein privates Regelwerk mit dem Namen "Oltrebio" zu entwickeln, bei dem größter Wert auf verbessertes Tierwohl, ökologische Nachhaltigkeit und soziales Engagement gelegt wird.
Die im Rahmen des Projekts "Think Milk, Taste Europe, Be Smart" organisierte Tour hat den Dialog zwischen den italienischen Produzenten und den Akteuren des deutschen Marktes gefördert, die Geschäftsbeziehungen gestärkt sowie die Qualität, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit der genossenschaftlichen Milch- und Käseproduktion hervorgehoben.