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Alvarez & Marsal: Technologieunternehmen als zukünftiges Ziel für aktivistische Investoren in Europa

Pressemeldung von: Alvarez & Marsal - 09.12.2019 11:30 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

Aktueller A&M Activist Alert analysiert die neuesten Trends und Entwicklungen

Alvarez & Marsal: Technologieunternehmen als zukünftiges Ziel für aktivistische Investoren in Europa
München - 09. Dezember 2019 - Alvarez & Marsal (https://www.alvarezandmarsal.com/) (A&M), eines der weltweit führenden Consulting-Unternehmen, veröffentlicht in seinem aktuellen A&M Activist Alert (https://www.alvarezandmarsal.com/insights/am-activist-alert) ("AAA") die Ergebnisse seiner neuesten Analyse zu aktivistischen Investoren in Europa. Die Studie, die bereits zum fünften Mal in Folge erscheint, untersucht Unternehmen weltweit um die Wahrscheinlichkeit von Investoren-Aktivismus zu prognostizieren. Die aktuelle Untersuchung zeigt mehrere interessante Trends für Deutschland.

Schlechte ESG-Performance rückt Unternehmen ins Visier aktivistischer Investoren
-Erstmals beinhaltet der AAA eine umfassende Analyse der zunehmenden Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) für aktivistische Investoren. Der Fokus auf die ESG-Faktoren basiert auf der wachsenden Aufmerksamkeit bei Investoren und der breiten Öffentlichkeit.
-Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Aktivisten deutlich häufiger auf Unternehmen aufmerksam werden, wenn diese zu den unteren 50 Prozent in der ESG-Performance gehören. Schlechte ESG-Werte sind ein Frühwarnsignal dafür, dass ein Unternehmen unter aktivistischen Druck geraten könnte.

Deutsche Unternehmen verstärkt als Ziel aktivistischer Investoren
-Seit 2017 ist die Zahl deutscher Unternehmen, die in absehbarer Zeit zum Ziel von aktivistischen Investoren werden könnten, um 56 Prozent gestiegen. Waren es im September 2017 noch 16 Unternehmen, so verweist die aktuelle Untersuchung nun auf 25 Unternehmen in 2019.
-Dieser Anstieg zeigt, dass aktivistische Investoren ihre Methoden erfolgreich an den kontinentaleuropäischen Markt und die verschiedenen Branchen angepasst haben. Die Studie prognostiziert ebenfalls, dass der Aktivismus in Kontinentaleuropa 2020 allgemein weiter zunehmen wird. Das Vereinigte Königreich als größter Markt für Aktivisten könnte durch solche angepassten Taktikten an Dominanz verlieren.
-Der A&M Activist Alert prognostiziert für elf Unternehmen eine hohe Wahrscheinlichkeit, in den nächsten sechs bis 12 Monaten ins Visier von Investoren zu geraten. Für 14 weitere Unternehmen ist eine Bedrohung von Investoren innerhalb der nächsten 12 - 18 Monate wahrscheinlich.

Mehr Technologie-Unternehmen werden Ziel von Investoren
-Die zunehmende Attraktivität deutscher Unternehmen für aktivistische Investoren lässt sich außerdem mit der Stärke der deutschen Industrie erklären - der A&M Activist Alert zeigt deutlich, dass Industrieunternehmen nach wie vor die bedeutendsten Ziele von Investoren sind.
-Aktivisten fokussieren sich zunehmend auf die Technologie-Branche. Im Vergleich zum April hat sich die Zahl der Technologie-Unternehmen, die in absehbarer Zeit ins Visier aktivistischer Investoren geraten können, von 21 auf 24 erhöht.
-Die Kampagne gegen die deutsche Scout24 bestätigt einen Trend, den A&M bereits im letzten Activist Alert feststellte: Technologie-Unternehmen mit hausgemachten Ineffizienzen in (Governance-)Strukturen und Prozessen gepaart mit attraktiven Wachstumsaussichten in der Tech-Branche stellen für Aktivisten attraktive Ziele dar.

Die nächsten Ziele
Die aktuelle Analyse zeigt 158 Unternehmen, die einem erheblichen Risiko ausgesetzt sind, ein aktivistisches Ziel zu werden. Von den 150 Unternehmen, die in dem Bericht vom April 2019 in den nächsten 18 Monaten als gefährdet identifiziert wurden, wurden 33 bereits von aktivistischen Investoren öffentlich angesprochen. Osram Licht ist eines dieser Unternehmen, die als Ziel von Investoren gelistet wurde und in einer öffentlichen Kampagne angesprochen wurde.

In Deutschland sind derzeit 25 Unternehmen der Gefahr ausgesetzt ein Ziel aktivistischer Investoren zu werden. Damit sind sie nach dem Vereinigten Königreich auf Platz zwei. Im Vergleich zu den Analysen im April ist die Zahl leicht gestiegen (um zwei Unternehmen).

Bezogen auf die Branchen bleiben Industrieunternehmen nach wie vor das größte Angriffsziel. Hier dominiert der deutsche Markt mit 14% aller Unternehmen in dem untersuchten Datensatz und 19% aller Industrieunternehmen. Das erklärt auch das wachsende Interesse von Aktivisten in diesen Bereich, wobei die sich die Aufmerksamkeit der Aktivisten voraussichtlich auch auf andere Sektoren wie Technologie und Gesundheitswesen ausrichten wird.

"Alles spricht dafür, dass Unternehmen in Deutschland und Frankreich weiter verstärkt ins Visier aktivistischer Investoren geraten. Zwar bleibt Großbritannien der größte europäische Markt für Aktivisten, doch die Zahl der gefährdeten Unternehmen in Deutschland hat sich im Vergleich zu unserem letzten Activist Alert weiter erhöht. Das werten wir als klares Zeichen, dass aktivistische Investoren ihre Taktiken immer erfolgreicher auf dem kontinentaleuropäischen Markt anwenden. Auffällig ist auch die steigende Attraktivität von Technologie-Unternehmen für Aktivisten. Sollten die europäischen Börsen die Regeln für Dual-Class-Share Structures lockern, kann sich dieser Trend durch internationale Listing von US-Tech Unternehmen weiter verstärken.", sagt Patrick Siebert (https://www.alvarezandmarsal.com/our-people/patrick-siebert), Managing Director von Alvarez & Marsal und Co-Autor des AAA-Reports.

Über den A&M Activist Alert (AAA)
Der AAA ist die umfassendste statistische Analyse seiner Art. Die Analyse konzentriert sich auf 1.597 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 200 Millionen US-Dollar oder mehr, die in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Skandinavien, der Schweiz, Benelux, Italien und Spanien notiert sind und dort ihren Hauptsitz haben. Das daraus resultierende Vorhersagemodell prognostizierte erfolgreich die Mehrheit der Unternehmen, die seit Januar 2015 von Aktivisten öffentlich angesprochen wurden. Der Bericht wird zweimal jährlich veröffentlicht, und einzelne Unternehmen können ihre Position auf der Warnliste überprüfen, indem sie sich an A&M wenden.

Für weitere Details und Experteneinblicke organisieren wir Ihnen gerne einen ausführlichen Artikel oder ein Gespräch mit:
Patrick Siebert, Managing Director und Co-Autor des AAA-Reports bei Alvarez & Marsal

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Neue Mainzer Strasse 28
60311 Frankfurt am Main
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