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Wirtschaftliche Unsicherheit wird zum Stressfaktor in Unternehmen

Pressemeldung von: Randstad Deutschland - 17.08.2026 12:42 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

Randstad-ifo-Studie

Wirtschaftliche Unsicherheit wird zum Stressfaktor in Unternehmen
Pressegrafik - Wirtschaftliche Unsicherheit wird zum Stressfaktor in Unternehmen
Eschborn, August 2026 – Hohe Kosten, eine schwache Nachfrage und unsichere Auftragsentwicklung setzen nicht nur Unternehmen unter Druck. Die wirtschaftliche Unsicherheit zeigt sich auch in den Belegschaften: Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme der mentalen Belastung bei ihren Mitarbeitenden beobachtet. Das zeigt die Randstad-ifo-HR-Befragung für das zweite Quartal 2026.

Die zentralen Ergebnisse:

- 51 % der Unternehmen beobachten eine gestiegene mentale Belastung oder mehr Stress bei ihren Mitarbeitenden,
- 49 % sehen Unsicherheit durch die wirtschaftliche Lage oder Auftragsentwicklung als Belastungstreiber,
- 45 % führen die Belastung auf Veränderungsprozesse im Unternehmen zurück,
- 37 % nennen eine hohe Arbeitsmenge oder hohen Zeitdruck, 35 % Personalengpässe.

Vor allem Unternehmen mit 250 bis 499 Beschäftigten melden eine Zunahme von mentaler Belastung oder Stress bei ihren Mitarbeitenden (73 %). Zugleich ist in dieser Größenklasse auch die Arbeitsauslastung besonders häufig gestiegen: Das geben 56 % der Unternehmen an.

Bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beobachten 57 % eine Zunahme der mentalen Belastung, bei Großunternehmen ab 500 Beschäftigten sind es 53 %. Unter den Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten liegt der Anteil bei 38 %.

Mentale Belastung nimmt häufiger zu als die Arbeitsauslastung

Die Entwicklung der Arbeitsauslastung hingegen fällt deutlich uneinheitlicher aus. Während 38 % der Unternehmen von einer gestiegenen Arbeitsauslastung berichten, ist sie bei 41 % in den vergangenen zwölf Monaten unverändert geblieben. 21 % berichten sogar von einem Rückgang. Eine abnehmende mentale Belastung beobachten dagegen lediglich 3 % der Betriebe – die Gegenüberstellung deutet darauf hin, dass das Arbeitspensum allein die Entwicklung nicht erklärt.

„Mentale Belastung darf deshalb nicht auf die Belastbarkeit von Beschäftigten verkürzt werden. Denn es geht bei Weitem nicht nur darum, wie gut oder schlecht jemand mit einem hohen Workload umgehen kann. Auch unklare Perspektiven, Veränderungen im Unternehmen und knappe personelle Ressourcen erzeugen Druck, der ebenfalls belastet, aber schwerer greifbar ist als eine hohe Arbeitsauslastung. Arbeitgeber müssen deshalb die Bedingungen in den Blick nehmen, unter denen Menschen arbeiten – und nicht nur auf den individuellen Umgang mit Stressfaktoren“, sagt Verena Menne, Human Resources Director DACH Randstad.

Unsicherheit und Veränderungsprozesse sind die häufigsten Belastungstreiber

Tatsächlich führt fast die Hälfte der Unternehmen (49 %) die mentale Belastung ihrer Mitarbeitenden auf Unsicherheit durch die wirtschaftliche Lage oder Auftragsentwicklung zurück. Doch auch Veränderungsprozesse spielen mit 45 % eine große Rolle als Belastungstreiber.

Vor allem mit zunehmender Unternehmensgröße werden Veränderungsprozesse häufiger zum Belastungsfaktor. Während 30 % der Kleinunternehmen sie als Treiber mentaler Belastung nennen, tun dies schon 46 % der Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten und 63 % der Betriebe mit 250 bis 499 Beschäftigten. Bei Großunternehmen geben 65 % Veränderungsprozesse als Belastungstreiber an.

„Mentale Gesundheit ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein Führungs- und Organisationsthema”, sagt Menne. „Führung kann wirtschaftliche Unsicherheit zwar nicht beseitigen. Sie kann aber verhindern, dass fehlende Orientierung zusätzlichen Druck erzeugt. Dazu braucht es verlässliche Kommunikation – auch wenn noch nicht jede Antwort feststeht –, klare Prioritäten und eine Arbeitsplanung, die Zeitdruck und Personalengpässe realistisch berücksichtigt. Gerade in größeren Organisationen kommt es deshalb darauf an, Veränderungen nachvollziehbar zu kommunizieren und ihre Auswirkungen auf Arbeitsabläufe und Kapazitäten im Blick zu behalten.“

Über die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2026. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen.

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Über Randstad
Randstad ist einer der weltweit führenden Personaldienstleister mit dem Ziel, so spezialisiert und so fair zu werden wie kein anderes Unternehmen in der Welt der Arbeit. Wir sind Partner für Talente und Kunden und kennen den Arbeitsmarkt genau. Durch unsere vier Spezialisierungen - Operational, Professional, Digital und Enterprise - unterstützen wir Unternehmen dabei, mit leistungsfähigen, vielfältigen und agilen Teams erfolgreich zu sein. Wir bieten Menschen mit jeglichem Hintergrund faire Jobchancen und helfen ihnen, mit der sich stetig wandelnden Arbeitswelt mitzuhalten.

Randstad Deutschland ist mit rund 28.200 Mitarbeitenden, darunter 1.800 internen, und 390 Standorten in 270 Städten vertreten. Unser Umsatzvolumen umfasste 2025 1,493 Milliarden Euro. CEO ist Henri Viswat.

Seit über 55 Jahren in Deutschland aktiv, gehört Randstad Deutschland zur 1960 in Amsterdam gegründeten und dort börsennotierten Randstad N.V. mit Sitz im niederländischen Diemen. 2025 hat Randstad mit rund 38.000 Mitarbeitenden weltweit mehr als 1,7 Millionen Personen in 39 Ländern bei ihrer Suche nach einem für sie passenden Job geholfen sowie fast 150.000 Kunden unterstützt und damit einen Gesamtumsatz von 23,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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